Offener Brief an die Geschäftsleitung der Alice Hansenet Telekommunikation GmbH

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit bitte ich Sie öffentlich meinem Wunsch zur Sonderkündigung gerecht zu werden.

Ich habe Ihnen Mitte September meinen Umzug zum 01.10.2009 mitgeteilt. Aus mehrfachen Gesprächen mit Mitarbeitern Ihrer Kundenhotline, ging hervor, dass Sie aus technischen Gründen den Anschluss an meiner neuen Anschrift nur mit einem anderen Tarif -nämlich 5,- Euro teurer- anbieten können.

Auf meine Frage hin, ob hier das Recht zur Sonderkündigung bestehe, da die Vertragsbedingungen Ihrerseits einseitig geändert würden, teilte mir der Mitarbeiter mit, dass in diesem Fall tatsächlich das Recht zur Sonderkündigung bestehe.
Zur Sonderkündigung würden lediglich die Ummeldung vom Amt, sowie die Auftragsbestätigung des neuen Anbieters benötigt. Ich versicherte mich noch mehrmals ob dies tatsächlich so sei, damit ich später wirklich das Recht zur Sonderkündigung in Anspruch nehmen könne. Dies wurde mir telefonisch bestätigt.

Die benötigten Unterlagen habe ich Ihnen mit Schreiben von Anfang Oktober per Fax mitgeteilt.

Nach einiger Zeit erhielt ich eine Mahnung, da sich zwischenzeitlich meine Bankverbindung geändert hatte. Telefonisch wurde diese Sache geklärt und die Mitarbeiterin meinte selbst, dass die Sonderkündigung in Bearbeitung sei und es sich nicht lohne erneute eine Einzugsermächtigung zu erteilen. Die Abschlussrechnung würde ja bald folgen und zu viel geleistete Beiträge könnte ich dann ja auch zurückfordern.

Kurze Zeit später hatte ich eine Ablehnung im Briefkasten. Sie könnten auf Grund eines Umzuges meinem Wunsch zur außerordentlichen Kündigung nicht nachkommen.

Der Umzug selbst ist auch nicht der Grund. Sehr gerne hätte ich Ihren Vertrag mit an die neue Adresse übernommen, da ich bis dato mit Ihren Leistungen vollkommen zufrieden war. (Abgesehen davon, dass Sie eine künstlich beschränkte Hardware an den Kunden ausliefern.) Vielmehr geht es darum, dass Sie auf Grund des Umzuges die Vertragsbedingungen ändern wollten.

Also habe ich erneuten Widerspruch mit dem Hinweis auf Ihre AGB eingelegt. Hierin heißt es:

15.2 Der Anbieter kann die vertraglichen Leistungen ändern, soweit hierfür triftige Gründe vorliegen (Anpassungen wegen technischer Neuerungen oder geänderter Normen, Vorschriften oder Vorleistungen) und die vertraglichen Hauptleistungen des Anbieters im Wesentlichen unverändert bleiben.

15.3 Die Änderungen gemäß Ziffer 15.2 werden dem Kunden gegenüber nur wirksam, wenn sie ihm schriftlich mitgeteilt worden sind und der Kunde ihnen nicht schriftlich binnen vier Wochen nach Zugang widersprochen hat…

Ich war mit der Vertragsänderung aus technischen Gründen nicht einverstanden. Ich habe dieser Änderung mit den von Ihnen geforderten Unterlagen fristgerecht widersprochen.

Weshalb habe ich mit Schreiben vom 17.12.09 eine erneute Ablehnung der Sonderkündigung erhalten? Würde man meinem Sonderkündigungswunsch mit Kulanz begegnen, wäre ich sicherlich bereit gewesen zu gegebener Zeit eventuell erneut ein Vertragsverhältnis mit Ihnen einzugehen. So haben Sie sich nun leider alle Chancen verbaut.

Ich bitte Sie hiermit deshalb erneut meinem Wunsch zur außerordentlichen Kündigung nachzukommen und mir die zu viel geleisteten Beiträge zurück zu erstatten. Sehr gerne können Sie öffentlich Stellung zu diesem Vorfall, in Form eines Kommentars, nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Nellessen

PS: Dieses Schreiben werde ich Ihnen am 29.12.09 mit meinen benötigten Kundendaten erneut per Fax zukommen lassen.

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